Dienstag, 18. Februar 2014

Origami-Kugel mit Suchtpotential

Ich war noch in der Grundschule, als bei einem Schulfest eine Japanerin Origami-Workshops anbot. Ich war völlig gefesselt und verbrachte den ganzen Nachmittag faltend bei dieser wunderschön traditionell gekleideten Frau - daran erinnere ich mich heute noch! Gleich darauf bin ich in die Bücherei, um mir ihre Origamibücher (das hier und das hier waren es - wirklich empfehlenswert) auszuleihen und mich daran zu versuchen. Ich weiß auch noch, wie schwer es für mich war, mich durch die Anleitungen zu arbeiten und wie frustrierend. Aber irgendwann hat es "klick" gemacht und ich habe mich durch zwei Origamibücher gefaltet. An einiges kann ich mich immer noch erinnern und ich falte immer noch sehr gerne.
Und als ich diese Origami-Kugeln bei einem Schulfreund des ältesten Freudenkindes gesehen hatte, war es um mich geschehen - die wollte ich auch!

Die linke Kugel ist vom großen Freudenkind, die rechte und die kleine von mir.
Also, flugs gegoogelt und tatsächlich die richtige Anleitung gefunden (denn - wie nennt man die Dinger richtig?). Und dann haben wir - das älteste Freudenkind und ich - losgelegt. Die Grundform ist nämlich sehr einfach, man braucht lediglich etwas Geduld, denn eine "Kugel" besteht aus 30 Einzelteilen. Wenn ihr es nachmachen wollt, ist nur wichtig, wirklich sauber zu falten und alle Faltungen "scharf" auszuführen, das erleichtert das spätere Zusammenstecken erheblich. Und falls ihr nicht mit einem unglaublich guten räumlichen Denkvermögen ausgestattet seid, ist es sehr empfehlenswert, buntes Faltpapier zu verwenden -
dann sollte der Zusammenbau problemlos klappen. Hier findet ihr die von mir benutzte Faltanleitung. Und weiter unten im Post zeige ich euch noch die Anleitung für einen einfachen Würfel, der sich auch für jüngere und ungeduldigere Bastler eignet.

Aber jetzt erst einmal zur Kugel: So sehen die "Einzelbauteile" aus: Hier wird auch klar, warum es wichtig ist, während dem Falten alle Ecken immer in die gleiche Richtung zu klappen, denn nur so hat man nachher 30 gleiche Module (sonst zeigen die Spitzen in die andere Richtung).


Und so sieht das Gesamtkunstwerk aus:


Ich finde es wunderschön, wie die Muster, Farben und Formen miteinander harmonieren, dabei habe ich bei der ersten Kugel einfach mal nur drauf losgefaltet und gesteckt:


Für die kleine Kugel habe ich das Papier gefaltet und mit dem Messer in vier Quadrate geschnitten:



Das große Freudenkind war sehr stolz, als er seine dreißig Module fertig und mit meiner Hilfe zu einer beeindruckenden Kugel zusammengesteckt hatte. Da wir am Sonntag zu Besuch bei seinem Paten waren, hat er sie gleich als Geschenk mitgenommen.

Und jetzt wollen wir nur noch falten, falten, falten! Toll sieht es sicher auch mit Zeitungspapier oder Comicseiten aus - mal sehen, was hier noch so entsteht.

Und hier noch schnell die Anleitung für einen Würfel - gefaltet aus den gleichen Modulen, aber man braucht nur sechs davon. Also auch etwas für die Jüngeren  oder Ungeduldigeren, versprochen! Das mittlere Freudenkind mit ihren fünf Jahren faltet die Würfel auch schon begeistert (ich stecke sie dann zusammen) - und der Würfel verzeiht Faltungenauigkeiten auch eher als die Kugel.

Die Module genauso falten wie in der Anleitung für die Kugel beschrieben, dabei allerdings den letzten Schritt weglassen, dann sieht das so aus:


Und dann geht es auch schon ans Zusammenstecken. Und zwar so, wie das große Freudenkind es in der Knobel-AG der Schule (daher kennen wir die Würfel) gelernt hat, immer "Lasche in Tasche".  Hier die ersten beiden Module:


Und so sieht es aus, wenn drei Module zusammengesteckt sind:


Hier mit vier Modulen, schon fast fertig:


Geschafft!


Hier die  beiden Figuren. Das Papier für den Würfel hatte die doppelte Kantenlänge wie für die Kugel, aber durch die unterschiedliche Stecktechnik sind die beiden fast gleich groß.


Viel Spaß beim Falten! Und wenn ihr Lust hab,t freue ich mich über Links in den Kommentaren zu euren Faltkunstwerken!
Und unsere Origami-Kugeln wandern jetzt zum Creadienstag!

Seid herzlich gegrüßt!,


Kommentare:

  1. Ich bin hingerissen von deinen Kugeln, diese Sucht werde ich mir auch gönnen !
    Liebe Grüße, Brigitte

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    1. Dann viel Freude beim Falten und bei der gesunden "Sucht"! Viele Grüße, Steffi

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  2. Wow das sind ja tolle Hingucker.
    LG Tina

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  3. So herrlich bunt, genau richtig um den Frühling etwas zu locken. Die Kugeln sind wirklich traumhaft. Ich bewundere Deine Geduld :-)

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    1. Danke für dein Kompliment! Dabei bin ich gar nicht so geduldig - da überwiegt die "Sucht" bzw. die Vorfreude auf das Ergebnis. Allerdings auch die Freude am Tun ;-) Viele Grüße, Steffi

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  4. Liebe Stefanie,
    die Origami-Kugel ist der Hammer! Creadienstag hat mich zu Dir geführt! Welch eine Freude!
    Liebe Grüße, Maike

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    1. Danke für dein Kompliment! Viele Grüße, Steffi

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  5. Wundervoll!!! hin und wieder hab ich auch so Faltanfälle... Zu so großen Projketen hat nun schon länger nicht mehr gereicht :-) Da meine Mama deine erste Kommentatorin war kann ich aber SICHER bald so ein tolles stück in Händen halten ;-)

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    1. Das Projekt sieht nur groß aus, geht aber eigentlich ganz fix, da man spätestens ab dem dritten Modul gar nicht mehr denken muss und auch nach und nach falten kann. Beschenktwerden ist aber auch eine schöne Sache! Viele Grüße, Steffi

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  6. Wow, was für eine Ausdauer. Die Kugeln sind wirklich wunderbar!
    LG, Nicole

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  7. Genial! Das Kugeldings schaut einfach toll aus!
    LG Mary

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  8. Wow, deine Origami Kugel sieht einfach nur klasse aus. Ich bin immer wieder begeistert, wer so etwas kann ;)
    Klasse.
    Liebe Grüße, Andrea

    fraeuleinan.blogspot.de

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  9. Ach wie hübsch.Machen sich sicher schön in Frühlingszweigen ;-)

    Lg Claudia

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